34. Tage der deutschsprachigen Literatur

Was vor 34 Jahren im Klagenfurter Stadthaus als Experiment begann, ist heute eine nicht mehr wegzudenkende Größe des Literaturbetriebs: Der Bachmannpreis. Hier finden sie alles Wichtige zum Bewerb 2010 in zusammengefasster Form.

Mit Blick in Richtung Europa

Der Bachmannpreis wendet sich auch im Jahr 2010 wieder Richtung Europa, und mit ihm die Stadt Klagenfurt. Zum 34. Mal wird diese literarische Leistungsschau der deutschen, österreichischen und schweizerischen Literatur und Literaturkritik in diesem Sommer über die Bühne gehen – und wie seit 1989 gewohnt, wird 3sat den gesamten Wettbewerb in voller Länge live übertragen und kommentieren. Der ORF Kärnten berichtet ebenfalls in Fernsehen, Internet und Radio.

 

TDDL 2010 im Web, Radio und TV

Termine und Rahmenprogramm 2010

 

Neues Jurymitglied: Hubert Winkels

Unter dem Vorsitz des Jurysprechers und Schriftstellers Burkhard Spinnen (D) aus Münster werden wie im vergangenen Jahr Meike Feßmann (D), Karin Fleischanderl (A), Hildegard Elisabeth Keller (CH), Paul Jandl (A) und Alain Claude Sulzer (CH) über die vierzehn eingereichten Texte debattieren. Neu hinzu gekommen ist der Kritiker Hubert Winkels (D), Literatur-Redakteur beim Deutschlandfunk-Köln.

 

Die Mitglieder der Jury 2010

 

Literatur und Kritik "live"

Zwei Kandidatinnen oder Kandidaten hat jedes Jury-Mitglied vorschlagen dürfen – und es wird wieder einmal spannend sein, zu verfolgen, wie der gemischte Chor der Kritik darauf reagiert, wie man die Vorlieben der Kollegen goutiert oder ablehnt, wie man die eigenen Vorschläge verteidigt und mit den Einwänden umgeht. Denn das ist der Sinn dieser Veranstaltung: Literatur und Kritik live vorzuführen, ein Blick in die Werkstatt der jüngeren deutschsprachigen Literatur.

 

Die Autoren der TDDL 2010

 

Moderation: Clarissa Stadler

ORF-Kulturmoderatorin Clarissa Stadler - sie moderierte im letzten Jahr erstmals den Bewerb - wird auch heuer wieder durch die Lesetage führen. In drei Ländern - Deutschland, Belgien und Österreich - aufgewachsen, kann man sich nicht nur deshalb keine passendere Moderatorin für die Austragung dieses Festes der Literatur wünschen.

 

Clarissa Stadler

 

Bachmannpreis goes Europe

Seit seiner ersten Austragung im Jahr 1977 polarisiert der Bewerb wie kaum ein anderer. Faktum ist, es gibt ihn immer noch, den "Bachmann-Preis" - und er ist, im 34. Jahr seines Bestehens, "europäischer" denn je. Ziel des Projektes "Bachmannpreis goes Europe" ist es, deutschsprachigen Schriftstellerinnen und Schriftstellern eine große europäische Plattform zur Veröffentlichung zu bieten. 

Zusätzlich zur Übersetzung der Jurydiskussion in englischer Sprache - während des Bewerbes nachzulesen unter NEWS werden die 14 Wettbewerbstexte der Autoren in sieben Sprachen übersetzt: Englisch, Französisch, Tschechisch, Slowenisch, Spanisch, Italienisch, Kroatisch.

Darüber hinaus sind die Biografien der Autoren, der Jury und der Moderatorin in sieben Sprachen auf bachmannpreis.eu abrufbar.

 

Bachmann-Preis goes Europe

 

Fünf Preise werden vergeben

Auch in diesem Jahr werden insgesamt fünf Preise vergeben: Der Bachmannpreis, dotiert mit 25.000 Euro, der Kelag-Preis mit 10.000 Euro, der 3sat-Preis mit 7.500 Euro, der Ernst-Willner-Preis, dotiert mit 7.000 Euro un der Hypo-Group-Publikumspreis, dotiert mit 7.000 Euro.

 

Preise und Preisstifter


H.P. Mayas "Bühnenvernetzungen"

Gespinste, Netzwerke, die sich ausbreiteten und etwas völlig Neues entstehen lassen - das ist das Thema des diesjährigen Bühnenbildes. Die Grenzüberschreitung mittels "Bachmannpreis goes Europe" soll auch im Bühnenbild sichtbar werden.

 

H.P. Maya

 

Neue Kooperationspartner

Die Kooperationen mit der Literaturzeitung Volltext, www.volltext.net dem Internet-Kulturmagazin Perlentaucher www.perlentaucher.de und FM4 http://fm4.orf.at werden auch in diesem Jahr fortgesetzt. Neu ist die Zusammenarbeit mit dem RadioKulturhaus http://radiokulturhaus.orf.at  und der Kulturplattform Kultiversum http://www.kultiversum.de